Future Job – Das Elektrohandwerk in der Zukunft

Thomas Carle kennt Deine Lösung. Nutze Deine Lösung für Dein Problem.

Disclaimer & Klare Einschränkung:

Zunächst einmal muss klar sein, dass sich die nachfolgende Analyse hauptsächlich auf den Neubau künftiger Gebäude und die dabei verwendeten Technologien konzentriert. Ein bestehendes Gebäude wird logischerweise nicht im 3D-Druckverfahren verändert, bzw. höchstens vereinzelte Wandsegmente, auf deren Bedeutung ich später noch eingehen werden. Änderungen, Sanierungen & Erweiterungen erfordern hier also auch in absehbarer Zukunft und ungeachtet des technologischen Fortschritts klassische Tätigkeiten wie Leitungszug von Verteilern zu den einzelnen Räumen und Zielpositionen.

Dennoch muss jedem Mitarbeiter in unserem Handwerk klar sein, dass sich im Laufe der Zeit auch hier die klassische, konventionelle Verkabelung mehr und mehr in Richtung intelligent gesteuerter Netzwerke entwickeln wird. Sowohl deren Installation, als auch deren Inbetriebnahme wird mit der Zeit mehr und mehr technisches Wissen und Know How erfordern und sich dem allgemeinen Trend zu immer höher spezialisierten und qualifizierten Tätigkeiten anschließen wird. Weiterhin sollte jeder einzelne von uns bedenken, dass sich das Verhältnis von Neubau zu Altbau im Lauf der Zeit ganz natürlich immer mehr in Richtung Neubauten verschieben muss. Altes vergeht, Neues entsteht.

Mit neuen Technologien wird die Zukunft gebaut.

Und es liegt ganz alleine an Dir persönlich, ob Du Dein persönliches Wachstum anstrebst und diese neuen Technologien in Deinen Job-Alltag integrierst.

 

Das klassische Elektrohandwerk

Wie ich es selbst bislang kennen gelernt und gelebt habe. Meine Berührung mit dem Thema Elektrohandwerk hatte (wenn auch mehr passiv) bereits in meiner Kindheit begonnen… Damals hatten mein Bruder und ich unseren Dad (mehr oder weniger) enthusiastisch und tatkräftig beim Umbau meines Elternhauses unterstützt. Später hatte ich meine beruflichen Interessen dann mehr dem bereich Werbung und Softwareentwicklung zugewandt… Bis zu dem Tag, als ich meinem heutigen Arbeitgeber meine Hilfe auf der Baustelle eines Kunden zugesagt hatte. Kommentar von meinem Dad: „Endlich machst Du mal was, dass ich verstehe.“

Mit diesem Wendepunkt hatte ich das erste Mal den Kontakt, wirklich selbst bei der Verkabelung und Installation eines Objekts mitzuwirken. Aus den 2 zugesagten Wochen wurden inzwischen rund 8 Jahre. Bereits im zweiten Projekt bin ich vom Bereich Elektro in die Sicherheitstechnik gerutscht und fest verankert… Man hat mich einfach nicht mehr gehen lassen.

In der Vergangenheit war es klar, dass in jedem Objekt eine neue Zuleitung irgendwie vom zugehörigen Verteiler bis zum Ziel gebracht werden musste. Egal ob es dabei um Steckdosen, Lichtschalter, Steuereinheiten, Thermostate oder (um meinen eigenen Kernbereich nicht zu vergessen) Brandmelder, Bewegungsmelder und Verschlussüberwachungen handelte.

Der Aufwand dafür begann stets mit dem Ausbau der Leitungswege und endete mit dem Führen der Leitungen in der jeweiligen Wand zum Ziel. Das erfordert bis heute einen erheblichen Anteil an personellem Einsatz vom einfachen Helfer für die simplen Tätigkeiten, bis zu den Fachkräften, die sich um Überblick & Koordination, Anschluss der Verteiler bis zur inbetriebnahme und Überprüfung der Systeme, Leitungsnetze und Endteilnehmer kümmern. Der zeitliche Aufwand ist natürlich immer von Objekt zu Objekt verschieden. Jedes Gebäude bringt seine eigenen Herausforderungen mit sich und fordert neue Lösungen und Wege zum Ziel.

Das umfasst unter anderem das erstellen von Schlitzen in Beton und feste Wände, das zielgerichtete Fädeln von Leitungen durch Hohlwände, das weiterschleifen von Brücken, um beispielsweise alle Steckdosen einer Zuleitung zu versorgen, ohne jedesmal bis zum Verteiler ziehen zu müssen.

Man muss stets wissen, was das Ziel ist, um es zu erreichen und die richtige Position zu erwischen. Und doch ist man immer in einem gewissen Rahmen flexibel, um das eine oder andere noch zu improvisieren… wenn mal wieder eine Änderung kommt oder eine falsche Position erwischt wurde.

Und doch nimmt diese Flexibilität bereits heute im Bereich der Neubauten mehr und mehr ab.

 

Der heutige Stand der Technik:

Bereits heute wird bei Neubauten mehr und mehr in kosteneffizienter Fertigbauweise gebaut. Fertige Wandsegmente, bereits mit den Leerrohren versehen, vom Einlass in der Zwischendecke bis zur Position der Steckdose, Lichtschalter oder Datendose. Wo bisher 5-10 Mann für den termingerechten Leitungszug erforderlich waren, ziehen unter diesen Bedingungen 2-3 Mann die erforderlichen Leitungen im selben Zeitraum ein. 1-2 davon sind dann die Fachkräfte, die das Ganze in Betrieb nehmen. Bereits heute reduziert sich im Bereich der Neubauten mehr und mehr der Bedarf für ungelernte Hilfskräfte.

Im selben Maße erhöht sich der Anteil der Planung eines Neubaus, am endgültigen Erfolg des Projektes… noch vor Baubeginn. Je mehr Wege und Details bereits in den Fertigwänden eingebaut wird, desto mehr muss der Planer natürlich im Vorfeld genau wissen und festlegen, wo jede einzelne Steckdose später sitzt. Nachträgliche Änderungen werden immer schwerer und erfordern teilweise bereits den Austausch der jeweiligen Wandsegmente.

Was ebenfalls die wenigsten wissen… Bereits im Jahr 2014 wurde das erste Wohnhaus vollständig im 3D-Druck Verfahren hergestellt und innerhalb von nur 10 Tagen bezugsfertig aufgebaut. Die Entwicklung der 3D-Drucktechnologie stand zu dieser Zeit noch weitgehend am Anfang.

Inzwischen sind die ersten Systeme auf dem Markt, mit dem ganze Elektronikbauteile im 3D-Druck hergestellt werden, direkt verbaut werden & in Betrieb genommen werden können. Seit Anfang 2018 sind außerdem die ersten Anlagen in Betrieb, die sogar Metall im industriellen Maßstab als 3D-Druck in Form bringen und fertigen können.

Damit schrumpft der Weg vom gedruckten Elektronikartikel bis zum Eindruck von 230V Stromschienen (inklusive zugehöriger Isolierung) als standardisierte Leiterbahnen in Fertigwände auf ein paar wenige Schritte zusammen. Diese sind inzwischen auch mehr durch die Entwicklung der zughörigen Planungstechnologien beschränkt, als auf die Realisierung des physischen 3D-Drucks.
Wie lange dieser Schritt noch benötigen wird, kann ich natürlich nicht exakt sagen. Doch eines ist ebenso sicher wie die Tatsache, dass dieser Schritt folgt.

Gebäude, deren Versorgungsleitungen für Strom bereits mit in das jeweilige Wandsegment eingedruckt und später im Fertigbau zu einem Gebäudeweiten Leitungsnetz zusammengefügt werden, erfordern das Ganzheitliche Umdenken der gesamten Elektrobranche.

Schwerpunkte werden sich mehr und mehr verlagern. Von der ausführenden Montage vor Ort, hin zum automatisierten 3D-Druckprozess. Und damit natürlich zum steigenden Aufwand der immer exakteren Planungen.

 

Die Zukunft im Elektrohandwerk

Während sich (wie bereits Eingangs beschrieben) im Bereich der Bestandsgebäude die Veränderungen wesentlich langsamer und primär auf den Bereich neuer Zwischenwände vollziehen wird… wird den Bereich der Neubauten in den nächsten 3-5-10 Jahren die technologischen Revolutionen immer schneller und gravierender Betreffen.

Ein bereits fertig eingedrucktes Netzwerk an Primärleitungen für Strom, Steuertechnologien, IT-Systeme und Sicherheitssysteme (Brand & Alarm) erfordert vom inbetriebnehmenden Monteur vor Ort die Fähigkeiten, dieses komplexe Netzwerk zu erfassen und folgerichtig mit den einzelnen Teilnehmern in den Wänden zu verbinden. Bis zu dem Zeitpunkt, an dem neben den Primärleitungen auch die Abzweigenden Linien fertig eingedruckt werden, die zu den einzelnen Steckdosen und sonstigen Bauteilen führen werden.
Je mehr direkte Leitungen wegfallen, die ich als Monteur von A nach B messen und anfassen kann, desto mehr abstraktes Denken wird von jedem ausführenden Monteur gefordert werden.

Erweiterungen werden natürlich nach wie vor ein gewisses Maß an flexiblem Leitungszug erfordern. Der wesentlich geringere Aufwand dafür, wird im Bereich der Neubauten jedoch mehr und mehr Hilfskräfte schlichtweg überflüssig werden lassen.

Nachträgliche Erweiterungen werden die entsprechende Einplanung von Anschlussmöglichkeiten im Leitungsnetz der Fertigwände erfordern. Ohne eine passgenaue Planung werden Erweiterungen kaum noch möglich sein. Desto mehr werden Änderungen direkt den Austausch der jeweiligen Wandsegmente zur Folge haben, was wiederum kaum einen Mehraufwand für den Monteur vor Ort bedeutet.
Die andere Option werden die Erweiterungen durch Funkgesteuerte Teilnehmer sein. Bereits heute sind Funk-Lichtschalter eine gängige Lösung, wenn keine Leitung zur Schalterposition gezogen werden kann. Alarm & Brandmeldesysteme werden mit der Zeit immer mehr über Funkvernetzte Teilnehmer aufgebaut werden, was ebenfalls heute bereits gängig ist. Auch die bisherigen Reichweitenprobleme werden sich mit der Zeit immer mehr relativieren. Bereits heute sind die ersten Systeme auf dem Markt, die jeden einzelnen Teilnehmer als Verstärker nutzen und eine dezentrale Funkstrecke über jeden einzelnen Teilnehmer aufbauen. Die Weiterentwicklung dieser Technologie wird sich ebenso schnell und mit exponentiell wachsender Geschwindigkeit vollziehen, wie es sämtliche Bereiche des täglichen Lebens betrifft.

Der wachsende Einsatz künstlicher Intelligenz, gerade in der Planung komplexester Leitungsnetze, wird diesen Bereich revolutionieren. Planer werden sich mehr und mehr in Spezialisten für die Anleitung und zielgerichtete Steuerung dieser KI-Systeme entwickeln müssen, um am Markt bestehen zu können. Am Ende werden Architekten mit dem Verständnis für kreative Optik und mit, durch KI-Unterstützung, optimierter Statik, fertige Programmschablonen für die Fertigung der einzelnen Wandsegmente erstellen. Anstatt nach der Designgestaltung den Rest in die Hände der Elektroplaner weiterzuleiten.

Vor Ort werden Systeme dann mehr und mehr von hochspezialisierten Technikern installiert und in Betrieb genommen werden, die in der Lage sind die Funktionen entsprechend der Kundenanforderungen zu programmieren. Diese Programme und Bauteile zu pflegen und Instand zu halten.

Jeder, der das Prinzip einer exponentiellen Entwicklungskurve versteht wird ebenfalls verstehen, dass diese Entwicklung bereits begonnen hat. Langsam und unmerklich für die Meisten. Doch die wachsende Geschwindigkeit einer exponientiellen Entwicklung bedeutet gerade das als wichtigsten Punkt:

In dem Moment, in dem Du diese Entwicklung bewusst wahrnimmst… hat sie Dich bereits weit hinter sich gelassen. Und fliegt Dir noch immer schneller werdend voraus und davon.

Deine beste Chance ist es, Dir bereits heute Gedanken zu machen, wie Du diese Technologischen Innovationen der nächsten Jahre bereits heute nutzbringend einplanen kannst… In Deinen Alltag und in Deinen Job & in Dein zukünftiges Leben. Jede Verzögerung wird zur Folge haben, dass an Deiner Stelle ein anderer sitzen wird, der genau diese Technologie direkt nutzt und Dich zurücklässt.

In dem Moment, in dem eine neue Technologie verfügbar wird, solltest Du bereits wissen, wie Du sie sinnvoll für Dich nutzen kannst und wirst. Die Zukunft (Vor allem die Entwicklung von künstlicher Intelligenz) ist nicht mehr aufzuhalten. Fang heute an, denn noch haben wir alle gemeinsam die Möglichkeit, diese Zukunft zu gestalten. Wenn Du heute damit beginnst.

LG Thomas Carle

Die besten Chancen die ich heute bereits sehe:

#coming soon#

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